Die Hen Night auch Hen Party genannt, ist ein vorehelicher Hochzeitsbrauch. Sie wird von der angehenden Braut in Irland, im Vereinigten Königreich sowie in Australien abgehalten. Eine Hen Night findet 1 bis 2 Tage vor der Hochzeit in dem Elternhaus der Braut statt mit vielen Blumen, Alkohol und Spielen. Sie wird von ihren Freundinnen organisiert. Eingeladen werden hierbei die Brautmutter, die künftige Schwiegermutter sowie alle weiblichen Verwandten der 2 Familien. Das Wohnzimmer der Eltern der Braut wird mit rosa oder auch pastellfarbenen Girlanden geschmückt. Meistens beginnt die Party bereits am Nachmittag. Hier wird eine mit rosa Lebensmittelfarbe gefärbte Torte serviert. Von den Freundinnen und - falls vorhanden - Schwestern sowie den künftigen Schwägerinnen bekommt die Braut Geschenke. Obligatorisch ist hier ein Negligee, ein Kochbuch, verschiedene Sorten Babywäsche, ein Buch über Säuglingspflege und ähnliches. Diese Geschenke sind sehr aufwendig verpackt. Meist in rosa oder pastellfarbenem Geschenkpapier. Männer sind in dieser geselligen Runde ausdrücklich nicht erwünscht. Sie werden sogar des Zimmers verwiesen. Mittlerweile sind auch in den angelsächsischen Ländern die Frauen dazu übergegangen, eine „Hen Night“ außerhalb des Hauses zu feiern. Hier bieten sich Kneipen oder auch ein Nachtclub an. In den USA werden diese Partys als „bachelorette party“ bezeichnet. Bei einem Rundgang durch die Barszene tragen die künftigen Bräute dabei oft zur Kenntlichmachung einen Brautschleier. Außerdem tragen sie oft ein schlichtes, meist weißes T-Shirt, auf dem die Unterschriften der Männer gesammelt werden. Nicht verwechselt werden darf die Hen Night mit der Henna Nacht. Hierfür gelten wiederum ganz andere Spielregeln, die auch nicht ganz so locker gesehen werden.
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